Maritime Motive aus Stahl

Strandresidenz Kühlungsborn

Schmiedehandwerk ist Teil unserer Familientradition. In der Strandresidenz verbinden wir Erinnerungen und Gegenwart.

Daniel Giebel, der Ur-Großvater der Familie, war um 1900 "Hof-Messerschmiedemeister" in Schwerin. Das letzte, der Familie noch erhaltene Messer, können Sie im Hausflur betrachten. Alle übrigen in die Strandresidenz integrierten Kunstschlosserarbeiten entstanden unter den Händen der Kunstschmiede Marcus und Klaus Grosser vom ADEM-Atelier in Satow.

Treppengitter
Eines unser Schmuckstücke ist das aufwendig gestaltete Treppengitter mit Original-Ankern, Fischergeräten und Steuerrad. Es ist das Ergebnis einer achtmonatigen Arbeit und enthält auch unser Familienwappen. Die Motive im Kellergeschoss symbolisieren das Leben "unter Wasser“, im Erdgeschoß geht es "an Land“ und in Richtung Obergeschoß "zum Himmel“.

Lampen
Beim Abbruch der Gebäude, die unserem Neubau 2002 weichen mussten, konnten einige alte Teile "gerettet“ werden, darunter auch Bullaugen. Hieraus entstand die schöne Bullaugenlampe am Hauseingang.

Verwandte haben uns Original-Schiffslampen (von ca. 1948/1953) geschenkt, die aufwendig restauriert wurden. Die Hängelampe im Treppenhaus-Keller hat die Form einer stilisierten Boje, die Deckenlampe im Eingangsbereich ist einem Fischernetz nachempfunden.

Wetterfahne
Unsere Wetterfahne "Gorch Fock“ wurde 2006 mit viel Idealismus, Fantasie und Geschick von Marcus und Klaus Grosser aus nicht rostendem Metall geschaffen und ist mit Blattgold verziert.

Strandresidenz Kühlungsborn

Haustürgriff
Der Türgriff "Anker“ wurde aus besonderem, nicht rostendem Stahl als Auftragsarbeit von Marcus und Klaus Grosser geschaffen.

Stockanker
2005 wurde der riesige Anker in einem bedenklichen Zustand entdeckt. Jetzt ziert er die westliche Seite der Strandresidenz und ist das maritime Eingangs-Symbol des angrenzenden Yachthafens Kühlungsborn.
Trotz vieler Bemühungen konnte die ursprüngliche Herkunft dieses Anker-Riesen bislang nicht geklärt werden — Hinweise sind sehr willkommen!

 

Mehr Informationen


Daten & Fakten

Rettung eines Riesenankers
Im November 2005 wurde der Anker auf dem Schrottplatz der Jade-Entsorgung GmbH im Rostocker Überseehafen entdeckt. Sein Zustand war erbärmlich: Die Schaufelspitzen fehlten, er war stark verrostet und mit vielen Farbresten übersät. Sein Gewicht betrug 3.140 kg. Über die Historie des Ankers konnten weder der Platzmeister noch der Einkäufer etwas berichten. Die Ankernummer ist nicht mehr zweifelsfrei zu entziffern, vermutlich lautet sie in kyrillisch "3000 kg - N366 - GOCT 766 61 - 1975" (Hinweise zur Herkunft sind sehr willkommen).

Zunächst wurde der Anker vom Schrottplatz mit einem Überbreite-Transport zur Stahlbau Vielist GmbH in der Nähe von Waren/Müritz transportiert, wo er entrostet, sandgestrahlt und mit einem mehrschichtigen Schutzanstrich versehen wurde. Danach gelangte er wieder per Überbreite-Transport zur Strandresidenz-Kühlungsborn und wurde im Garten aufgestellt. Die Kunstschmiede vom ADEM-Atelier ergänzten die fehlenden Schaufelspitzen, sodass man den gewaltigen Anker jetzt wieder in voller Pracht bestaunen kann. 2007 wurde der Anker von der östlichen zur westlichen Seite der Strandresidenz umgesetzt. Jetzt ist er das maritime Eingangssymbol des Yachthafens Kühlungsborn.

Die berühmte FRAM, das Polarschiff von Fridtjof Nansen, trug ähnliche, jedoch viel kleinere Stockanker. Die deutsche Viermastbark "Passat" soll einen nur 600 kg schweren, mit ca. 1,70 m deutlich kleineren Stockanker gehabt haben.